Diana Weis

Modebilder

Digitale Bildkulturen
Cover: Modebilder
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783803136930
Gebunden, 80 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Die Mode war schon "nutzergeneriert", lange bevor der Begriff überhaupt aufkam: Was gerade "in Mode ist", wird von Menschen bestimmt, die aus freien Stücken Produkte kaufen und tragen. Populäre Ästhetiken, die das Zeitgefühl prägen, sind das Ergebnis vielfältiger sozialer Aushandlungsprozesse. Die Kulturwissenschaftlerin Diana Weis untersucht, welche Rolle die Mode als Basis individueller Selbststilisierung in den Sozialen Netzwerken spielt, und stellt die Frage, ob die neuen Modebilder nicht auch neue Menschen generieren.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2020

Rezensentin Andrea Gnam hat einiges auszusetzen an diesem schmalen Buch von Diana Weis zu digitalen Modebildern. Schon die einzige im Buch aufgestellte These - der zeitgenössischen Mode fehle es an "Innovation" - erscheint der Kritikerin recht dünn. Wenn Weis im weiteren Verlauf dann Strategien von Modelabels und Influencern untersucht, mit allerhand "Theoriepartikeln", aber sämtliche Erläuterungen in die Anmerkungen packend, vermisst die Kritikerin nicht nur "historische Einordnung", sondern auch "begriffliche Trennschärfe". Mängel in der Darstellung der Fotografiegeschichte und das Fehlen von Aspekten wie Nachhaltigkeit oder Ideen zum Upcycling, fand Gnam zu ihrem Unmut auch nicht.

Beliebte Bücher

Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Anne Carson. Rot - Zwei Romane in Versen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2019.Anne Carson: Rot
Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt…
Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Anne Carson. Der bittersüße Eros. Turia und Kant Verlag, Wien, 2020.Anne Carson: Der bittersüße Eros
Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…