Silke Wichert, Nina Zywietz

The Germans

Stil und Ikonen einer Nation
Cover: The Germans
TeNeues Verlag, Kempen 2017
ISBN 9783832769031
Gebunden, 224 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Mit 72 Farb- und 16 Schwarzweiß-Abbildungen. "The Germans" nimmt uns mit auf eine Bilderreise durch die neuere deutsche Stilgeschichte. Wir treffen Personen wie Claudia Schiffer, Gloria von Thurn und Taxis, Hans-Dietrich Genscher und seinen gelben Pullunder, Ikonen wie die deutsche Schrankwand, den Stan Smith oder garnierte Schnittchen. In Rückblenden und persönlichen Anekdoten wird an stilprägende, womöglich sehr deutsche Momente erinnert: Jil Sander zu Hause auf der Couch beim Parfummagnaten Frommen, die Scorpions on Tour, das Cover der ersten deutschen Vogue, die Entstehung des einzigen FKK-Reiseführers der DDR. Am Ende werden wir sehen, dass die Deutschen häufig viel besser sind als ihr Ruf, ihr präzises Bestreben um Natürlichkeit durchaus eine sehr eigene Ästhetik geprägt hat.


Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2017

Wie genau sieht er eigentlich aus, der deutsche Stil? Dieser Frage widmen sich Nina Zywietz und Silke Wichert in ihrem neuen Bildband "The Germans - Stil und Ikonen einer Nation", verrät Rezensentin Anne Waak. Dabei bemühen sich die Herausgeberinnen um eine breitgefächerte Stichprobe. Von Jil Sander über die Raufasertapete bis zum deutschen Schäferhund reicht das Interesse des Buches, so die durchaus angetane Rezensentin. Dumpfen Patriotismus, versichert sie noch, findet man hier nicht. Dafür sei deutsches Design auch zu sehr der Moderne verpflichtet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.09.2017

Anna Fastabend fühlt sich durch den von Silke Wichert und Nina Zywietz herausgegebenen Bildband "The Germans" direkt in einen deutschen Partykeller versetzt, so treffend findet sie das Lebensgefühl einer Nation vermittelt, die "zum Spaßhaben in den Keller" geht. Mit Fotos Essays und Interviews porträtieren die Herausgeberinnen die Deutschen, inklusive Essgewohnheiten, Sportfanatismus und Gesetzestreue. Besonders gefällt Fastabend dabei die Perspektive von außen, wenn Ausländer erzählen was "typisch deutsch" für sie ist. Ein Wermutstropfen ist die Gestaltung des Buchs: die erinnert die Rezensentin nämlich an einen Stern-Jahresrückblick, außerdem bliebe der Bildband leider viel zu sehr in der Vergangenheit und ignoriere, abgesehen von ein bisschen Techno, die gegenwärtige Generation fast komplett, bedauert Fastabend.
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