Der Garten von Eichstätt

Das große Herbarium des Basilius Besler von 1613 (Sonderausgabe)
Cover: Der Garten von Eichstätt
Schirmer und Mosel Verlag, München 2008
ISBN 9783829603898
Gebunden, 546 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Mit einem Vorwort von Dieter Vogellehner und botanischen Erläuterungen von Gerard G. Aymonin. Rund um die Willibaldsburg an der Altmühl ließ Johann Conrad von Gemmingen, Fürstbischof von Eichstätt, Ende des 16. Jahrhunderts großzügige Gärten anlegen, die dank ihrer Pracht und Reichhaltigkeit in ganz Europa berühmt wurden. Seit der Zerstörung der Gärten im Dreißigjährigen Krieg war die Neuanpflanzung am ursprünglichen Ort ein ambitioniertes Projekt, das die Staatliche Schlossverwaltung Ansbach im Frühjahr 1998 endlich verwirklichen konnte. Um 1600 beauftragte der Fürstbischof Basilius Besler, ein Buch über die Reichtümer des Gartens zu verfassen. "Hortus Eystettensis" erschien 1613, ein Jahr nach Conrads Tod, in 300 Exemplaren. Er umfasst 367 Tafeln mit insgesamt 1084 Pflanzendarstellungen, in Kupfer graviert. Einige Exemplare wurden von Hand koloriert, von ihnen sind heute weniger als zehn erhalten. Die vorliegende Ausgabe folgt einem im Musee national d'histoire naturelle in Paris aufbewahrten, handkolorierten Exemplar. Ausführliche Erläuterungen und ein Vorwort von Professor Dieter Vogellehner begleiten die Farbtafeln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.12.2008

Mit großer Sachkunde bespricht Stefan Rebenich diesen Nachdruck eines berühmten und prachtvoll illustrierten pflanzenkundlichen Bandes aus der Barockzeit. Der Garten der Willibaldsburg war in ganz Europa ein Vorbild - bis er von den Schweden im dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde, erläutert Rebenich. Der dort residierende Kirchenfürst Johann Konrad von Gemmingen gab das Buch "Hortus Eystettensis" bei Basilius Besler in Auftrag. Der Garten war ein Abbild des Garten Edens, so Rebenich weiter, der die Abbildungen zugleich als Augenschmaus und als Einführung in die botanische Denkweise der Zeit vor Linne beschreibt. Ausführlichere Erläuterungen im Vorwort hätten den Rezensenten noch mehr begeistert.

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