Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2007
Den seichten Ekel angesichts der Vorstellung, eine von undefinierbaren Flecken verzierte Handschrift de Sades in Händen zu halten, kann Alexander Kosenina beiseite wischen. Dass ein Dichter-Faksimile Erkenntnisgewinn zu bringen imstande ist und also mehr darstellt als Liebhaberei, daran glaubt Kosenina nicht erst seit der Lektüre des von Davide Giuriato und Stephan Kammer herausgegebenen Bandes. Allerdings haben ihm die Autoren auch einige besonders knifflige Fälle präsentiert. Einmal lässt schon die Handschrift des Dichters keine Eindeutigkeit zu (Robert Walser), ein anderes Mal, wie beim "autosodomistischen" de Sade, möchte man es so eindeutig dann auch nicht haben. Das Gros der enthaltenen Beispiele aber ist für den Rezensenten ein klares Plädoyer für das Faksimile.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…