Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Schmalen. Die heute schon spürbaren und die schlimmstmöglichen Folgen der Klimaerwärmung sind das Thema des Journalisten David Wallace-Wells in diesem Report. Wie kann und wird das Leben auf der Erde in nur 40, 50, 60 Jahren aussehen? Sicher ist: Heutige Teenager und Kinder werden noch erleben, wie sich die Bedingungen für die Menschheit auf der Erde dramatisch verschlechtern, sie werden erleben, wie sie in Teilen unbewohnbar wird. Wallace-Wells macht die vielen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Mehrheit der Menschen oft gar nicht erreichen, begreifbar, ja fühlbar. Und am Ende steht die drängende Frage: Haben wir überhaupt noch eine Chance, das Unheil abzuwenden?
Der amerikanische Journalist David Wallace-Wells vermittelt dem Rezensenten Setfan Reinecke schön eindrücklich, wie weit Wissen und Handeln in der Klimafrage auseinanderklaffen, wie fundamental also die Krise der Vernunft ist, die wir durchleben. Wenn Wallace-Wells ein Worst-Case-Szenario nach dem anderen ausbreitet, hält der Rezensent das für ein legitimes Mittel der schockierenden Aufklärung. Auch dass sich der Autor als All-American Boy präsentiert, der eigentlich auch am liebsten Burger isst, sich jetzt aber langsam doch Sorgen macht, findet der Rezensent okay. Nur die mutmachenden Appelle zwischendurch gehen Reinecke in ihrer Seichtheit auf die Nerven.
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