Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst. John ist sich seiner Sache ganz sicher: Niemand kennt ihn wirklich - weder seine Leute zu Hause, noch die Schule. Und weil sie ihn alle sowieso nicht verstehen, schweigt er lieber und macht sich seine eigenen Gedanken. Über Lust und Liebe, über seine Tuba und Frösche, über seine Lehrer und seine Mitschüler. Gibt den Dingen und Menschen neue Namen, die seiner Meinung nach viel besser zu ihnen passen, und glaubt genau zu wissen, was in ihrem Innern vor sich geht. Aber trotz all der messerscharfen Ironie, mit der John seine Umwelt beschreibt, merkt der Leser doch nach und nach, dass es vor allem John selbst ist, der sich nicht kennt. Und der sich selbst über alle Maßen in sich getäuscht hat.
Reinhard Osteroth lobt überschwänglich diese "Nicht-Elterngeschichte", deren Rhythmus er "bestechend" findet. Worum geht es? Ein Junge namens John ist in sein Musikinstrument, eine Tuba, verliebt und hat ansonsten nur Ärger, vor allem zu Hause, fasst der Rezensent den Inhalt des Buches zusammen. Mit seinem von "Verneinungen durchsetzten Wortfluss" versuche sich der Junge gegen die Außenwelt zu wehren, so der Rezensent: Und der Leser hänge dabei an den Lippen des. Eine Schulgeschichte, eine Liebesgeschichte, eine Kriminalgeschichte - das alles ist dieses Buch für den Rezensenten, der die "enorme erzählerische Originalität" lobt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
John fühlt sich von seiner Mutter im Stich gelassen. Sie hat einen neuen Freund, der ihn misshandelt. Die Frustration und die Gewalt verbirgt der Junge vor allen, kompensiert sie vielmehr in Rückzug, Aggression und Herabsetzung der anderen und seiner selbst, erzählt Roswitha Budeus-Budde von diesem Adoleszenzroman. Er hat bei der Rezensentin starke Emotionen ausgelöst. Johns Not hat David Klass in eine "irrwitzige Sprache" voller sarkastischer Anspielungen gefasst. Ganz aus der Sicht des Jungen, die er in einem Endlosmonolog kundtut. Neben ihrer Betroffenheit hat Budeus-Budde auch noch ein löbliches Wort für Alexandra Ernst übrig: Ihre Übersetzung findet die Rezensentin ausgezeichnet.
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