Woran erkennt man ein Folmtutel? Warum weigert sich der Lammtroll, Hände auszubilden? Und welche Frage stellt sich das Lepomu tagein, tagaus? Die feinen, farblich reduzierten Tuschezeichnungen kommen heiter-unterhaltsam daher und werden gewürzt durch kurzweilige Charakterisierungen. Beim Blättern in diesem Band eröffnet sich eine Welt voller Wunderwesen, die uns verwandt und fremd zugleich erscheint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2024
Danilo Pockrandt hat ein fantasiertes Tierbestimmungsbuch geschrieben und illustriert, das zwar nahezu alle Genrekonventionen verletzt, dem Kritiker Kai Spanke aber richtig Spaß macht. Fabeltierchen wie die Edelzirpe oder der Krabbelgrimm werden nicht mit Lebensraum, Lebensspanne und physischen Abmessungen präsentiert, sondern mit wenigen Zeilen zu ihrem Naturell, so stampft letztgenannter gerne mit den Beinchen auf und löst ein "beachtliches Beben" aus, wenn er auf Fremde trifft, erzählt der schmunzelnde Spanke. Fast skizzenhaft sehen die Wesen in den Zeichnungen aus, sie flirren über das Blatt, und der Rezensent fühlt sich im besten Sinne an Ringelnatz und Loriot erinnert.
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