Daniel Keyes

Blumen für Algernon

Roman
Cover: Blumen für Algernon
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783608937824
Gebunden, 298 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Eva-Maria Burger. Die spannende und erschütternde Geschichte des geistig zurückgebliebenen Charlie Gordon, der durch eine Operation eine überragende Intelligenz erlangt, gehört zu den erfolgreichsten Klassikern der Science-fiction. Die seit vielen Jahren nicht mehr lieferbaren früheren deutschsprachigen Ausgaben erschienen unter dem Titel"Charly".
Charlie Gordon, ursprünglich kaum des Lesens mächtig, ist zu Forschungszwecken operiert worden und entwickelt eine überragende Intelligenz; schließlich überflügelt er intellektuell und fachlich sogar die Professoren, die das Experiment leiten. Zu seinen Freunden zählt die Maus Algernon - das erste Lebewesen, das mit derselben Methode erfolgreich behandelt wurde.
Mit den überwältigenden Fähigkeiten stellen sich für das Genie Charlie jedoch auch die ersten Probleme ein - in der Bäckerei, in der er früher arbeitete, mit seiner Familie, von der er jetzt entdeckt, daß sie ihn nie akzeptiert hat, und im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, vor dem er unerklärliche Angst hat. Als Charlie auf einem Fachkongreß als Attraktion vorgeführt werden soll, flieht er zusammen mit Algernon. Kurze Zeit später zeigen sich im Verhalten der Maus erste Verfallserscheinungen - Charlies Aufzeichnungen für das Forscherteam geben dem Leser einen atemberaubenden Einblick in seine geistige Entwicklung und das Drama seiner Existenz.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.07.2006

Daniel Keyes' wissenschaftspessimistischer Science-Fiction-Roman "Blumen für Algernon" ist zwar schon vierzig Jahre alt, aber seine Relevanz ist auch heute, im Zeitalter der Eugenik-Forschung, ungebrochen, meint der Rezensent Kolja Mensing. Keyes beschreibe das Schicksal des intellektuell minderbemittelten Charlie Gordon, dem mittels eines operativen Eingriffs zu überdurchschnittlicher Intelligenz verholfen wird, so dass er sich fortan mit hochkomplexer wissenschaftlicher Forschungsarbeit beschäftigen kann. Doch bald, so der Rezensent, zeigt sich, dass sich bei der Maus Algernon, an der das Experiment prototypisch durchgeführt wurde, die hinzugewonnene Intelligenz zurückbildet. Ob Charlie das gleiche Schicksal ereilt, darüber lieferte sich Keyes erbitterte Gefechte mit seinem zum Happy-End neigenden Verleger, weiß der Rezensent. Keyes' Durchsetzungsvermögen ist es zu verdanken, so Mensing, dass man "Blumen für Algernon" auch heute als "Kommentar zur gegenwärtigen Renaissance der Wissenschaftsgläubigkeit" lesen kann.

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