Tad Williams

Otherland. Band 4

Meer des Silbernen Lichts. Roman. (Ab 15 Jahre)
Cover: Otherland. Band 4
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783608934243
Gebunden, 1072 Seiten, 25,50 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hans-Ulrich Möhring. Die Zeit wird knapp - schon hat die Gralsbruderschaft die Vorbereitungen abgeschlossen, bald wird das Netzwerk stehen, und dann wird es kein Entkommen mehr geben. Da sehen sich Renie, !Xabbu und die anderen Freunde einer noch schlimmeren Gefahr gegenüber: Dread, der durchgeknallte Killer des größenwahnsinnigen Jongleur setzt zu seinem letzten Coup an: Er wird die Kontrolle an sich bringen, er wird sein Werk der diabolischen Zerstörung beenden. Und dann gibt es vielleicht keine reale Welt mehr, in die die Freunde zurückkehren können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.10.2002

Uwe Pralle taucht unmittelbar ein in die Fantasy-Welt des Williamschen Epos, und ist begeistert. Was eigentlich das Script eines Fantasy-Games hätte sein können, und deshalb die Faszination an PC-Spielen als Konkurrenz auf sich nehmen muss, erweist sich in der Tat als Literatur, so Pralle. Sogar als solche, für die "das Korsett der Genrebezeichnung 'Fantasy' zu eng" ist. Die Pioniere des Cyberspace werden in diesem Buch, dem vierten und letzten Band des umfangreichen Werkes, beim Wort genommen, wie Pralle umfangreich ausführt. Dabei komme nicht einmal der "menschliche Faktor" zu kurz. In der fiktiven Welt eines elektronischen Paralleluniversums, in dem die elektronischen Netzwerke von der Bedrohung der Zeit befreit werden, sieht der Rezensent auch so altbekannte Dinge wie Liebe und Hass, Habsucht und Neid, sowie Fragen des Gemeinsinns nicht vernachlässigt. "So sind die Innenwelten von Otherland Emanationen einer kindlichen Seele, die darunter leidet, als Betriebssystem diese virtuelle Welt mit ihrer künstlichen Intelligenz immer weiter programmieren zu müssen." Diese Art der literarischen Verrätselung, deren bizarre und melodramatische Gestaltung von Pralle mit Filmepen von Georg Lucas verglichen werden, müsse niemanden abschrecken. Es ist für ihn - obgleich ein wenig der zeitlichen Entwicklung hinterher - die "literarische Antwort auf die Faszination der Playstation- und PC-Games".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002

Mit Otherland, einer auf vier Bände angelegten Reise durch virtuelle Welten, hat Tad Williams, ruft Sigi Seuss begeistert aus, ein "Meisterwerk der genreübergreifenden Science Fiction" geschrieben, das "Maßstäbe" für die "Nach-Tolkien-Generation" setzen werde. "Meer des silbernen Lichts" ist der vierte und letzte Band dieses Epos, und das findet Seuss auch gut so. Denn irgendwann werden die abwegigen und abenteuerlichen Episoden zu viel für des Lesers Gemüt und Verstand, da ist es richtig, denkt der Rezensent, zum Schluss zu kommen. Nichtdestotrotz hält er das Werk für meisterlich und hat während der Lektüre sein Lesesofa nur noch verlassen, wenn "das vegetative System an dringende Bedürfnisse erinnerte".
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