X» - Ein namenloser junger Mann in einer im Frost erstarrten Stadt. Er zieht in eine Wohnung in einem Hochhaus und installiert den Telefonbeantworter. Vor dem Fenster die Stadt, die er zu kennen meint. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich in seiner Erinnerung finden. «X» - Ein namenloser junger Mann kehrt aus einer sechsmonatigen Schlafkur zurück. Er beginnt im Kopf seine Welt zu ordnen. Er ortet Lea, von der er seit der Schulzeit überzeugt ist, dass sie für ihn bestimmt sei. Doch Lea wohnt nicht mehr hier. Sagt Luk, sein bester Freund, der inzwischen das Studium geschmissen hat. Luk arbeitet für eine dubiose Firma, die ein Medikament vertreibt. Gegen Sozialphobie. Ein Mittel gegen Schüchternheit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2004
Der Rezensent Gieri Cavelty findet, dass der Roman zwar in seiner Qualität von Kapitel zu Kapitel stark schwankt, insgesamt doch aber recht passabel - und damit schon wesentlich besser als Daniel Goetschs Debüt - ist. Bisweilen fühlt sich Cavelty etwas an Paul Auster erinnert. Goetsch versteht es jedenfalls, den "Wandel und Zerfall seiner eigenen Persönlichkeit mit Scharfsinn und der Distanziertheit eines neutralen Beobachters" festzuhalten. Für den Rezensenten ist der Roman eine "in weiten Teilen durchaus anregend zu lesende Geschichte eines postmodernen Rip Van Winkle und Don Quijote in Personalunion". Trotzdem gibt es seinem Empfinden nach immer wieder störende Stilelemente, zum Beispiel die "Filmzitate, flotten Sentenzen und Gemeinplätze", mit denen der Protagonist auf die Geschehnisse reagiert.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…