Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner. Wenn man die Chance hat, nichts zu tun, sollte man sie immer ergreifen. Buck Schatz genießt das ruhige Leben mit seiner Frau Rose. Seit sein Sohn gestorben ist, sitzt er am liebsten auf seinem Sofa, raucht eine Stange Lucky Strike am Tag und schaut Fox News. "Leidenschaft macht so viel Mühe", ist sein Credo. Bis ihm sein Kriegskamerad Jim auf dem Sterbebett beichtet, dass sein Peiniger, der Lageraufseher Heinrich Ziegler, damals in einem Mercedes voller Nazigold fliehen konnte und noch lebt. Jim bittet Buck, ihn zu rächen. Buck denkt gar nicht daran, er ist inzwischen 87, und seine letzte Heldentat liegt 40 Jahre zurück. Aber nicht nur er hat von dem ominösen Gold erfahren. Der Schwiegersohn des Verstorbenen will Buck zu einer gemeinsamen Schatzsuche überreden.
Gleich mit seinem ersten Krimi hat Daniel Friedman einen "vielschichtigen Genreroman" vorgelegt, an dem Rezensentin Katharina Granzin - trotz einiger sehr brutaler Szenen - ihre wahre Freude hat. Als Grund dafür gibt sie vor allem Friedmans Umgang mit dem Motiv des knorrigen amerikanischen Helden an, aus dem der Autor hier einen alten, aber draufgängerischen Mann macht, der die Rezensentin an Clint Eastwood denken lässt. Spannend findet Granzin auch, wie der Autor diesen "Haudegenmythos" mit dem Trauma der Shoah verbindet, geht es hier doch unter anderem um Rache an einem alten SS-Mann.
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