Daniel Arasse

Guck doch mal hin!

Was es in Bildern zu entdecken gibt. Eine Sehschule
Cover: Guck doch mal hin!
DuMont Verlag, Köln 2002
ISBN 9783832171384
Gebunden, 155 Seiten, 26,90 EUR

Klappentext

Mit etwa 20 farbigen Abbildungen. Nichts ist selbstverständlicher als die Betrachtung eines Kunstwerks. Was soll schwierig daran sein? Guck doch mal hin! - ruft der Kunsthistoriker Daniel Arasse aus und schlägt mit der Faust auf den Tisch, um uns alle aufzurütteln. Nein, es ist eben keineswegs so, dass wir die großen Gemälde mit einem Blick abhaken können. Arasse schaut mit uns auf Meisterwerke von Tizian und Breughel, von Tintoretto und Velazquez. Als Brief an eine Freundin, als ein mit dem Leser hadernder Monolog oder als vergnügliches Gespräch zwischen zwei Kunstfreunden verfasst, bringt er uns seine Beschreibungen auf leichtem Fuß nah.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002

Als "Stoff für den gebildeten Smalltalk" wird diese Publikation von Rezensentin Elke von Radziewsky kategorisiert. Der Verlag habe eine Reihe von Bildbetrachtungen unter einem "Kinderladenslogan" zu einem "Pseudobildband" zusammengefasst, mit wenigen abzählten Illustrationen und Großbuchstaben, merkt die Rezensentin etwas hämisch an, "als gelte es, Seh-Behinderten auf den Weg zu helfen". In den fünf Bildern, die der französische Kunsthistoriker für sein Buch ausgesucht hat, gehe es um "Unsichtbares, Mystisch-Metaphysisches oder schlicht nicht Abbildbares". Manches scheint der Rezensentin tatsächlich ein "Aha"-Erlebnis verschafft zu haben, denn sie schildert mit einiger Akribie die vom Autor angelegten Wege, die den Leser zur Erkenntnis führen sollen, lobt Arasses Belesenheit und freut sich, als sie feststellen kann, dass es sich bei den potentiellen Adressaten seiner Ausführungen letztlich dann doch um Personen mit abgeschlossenem kunsthistorischen Grundstudium handeln sollte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.05.2002

Der Rezensent mit dem Kürzel "mea" hat eine Menge Spaß an diesem Kunstbuch, das dem Leser alte Werke auf unkomplizierte Art und Weise nahebringt und dem unerfahrenen Bildbetrachter "auf die Sprünge hilft". Manchmal findet er zwar den Tonfall dieses Buches ein bisschen zu flapsig, alles in allem macht der lockere Tonfall aber Sinn, weil er "den Leser dieses für einen Bildband recht textlastigen Werkes bei der Stange hält". Zudem leidet die inhaltliche Aufbereitung nicht unter dem Stil, denn der Kunsthistoriker Daniel Arasse schafft es, bei aller Einfachheit seine Themen anspruchsvoll aufzubereiten und ihm gelingen "komplexe semiotische Deutungen alter Meisterwerke" - so das Fazit des Rezensenten.
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