Dagmar Fegehelm, Markus Kesting

Rubens

Bilder der Liebe
Cover: Rubens
Prestel Verlag, München 2005
ISBN 9783791333533
Kartoniert, 96 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Mit 40 Farbabbildungen. Der flämische Maler Peter Paul Rubens schloss 1630 eine auch für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Ehe: Der 53-Jährige heiratete die 16-jährige Patrizier- Tochter Helene Fourment. Vier Jahre zuvor, 1626, war seine erste Gattin Isabella Brant gestorben. Beide Frauen sind in Rubens' Werk gegenwärtig: Während in Isabellas Porträts ihre Rolle als Ehefrau und bewunderte Gefährtin dokumentiert ist, wird uns Helene nicht nur als Gattin und Mutter, sondern auch als Muse und Jungbrunnen für den alternden Maler präsentiert. Die verschiedenen Aspekte von Rubens' Beziehungen zu seinen Frauen werden anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beleuchtet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.03.2006

Was war Rubens doch für ein Glückspilz, seufzt Rezensent Manfred Schwarz nachdem er das vorliegende Buch zur Seite gelegt hat. Nachdem ihm schon alles an möglichen Ehren zuteil geworden war und er sich aus dem öffentlichen Leben zurückzog, so der Rezensent, heiratete er die blutjunge und pralle Antwerpener Kaufmannstochter Helene Fourment. Und dieses "flämische Prachtweib" sollte ihn, wie sich herausstellte, "als Künstler wie als Mann beflügeln", zur "Essenz" und zum "Urbild des Rubens'schen Frauentypus" werden und der Welt zum Rubens' Spätwerk verhelfen, erklärt ein einigermaßen benebelter Rezensent, der nicht müde wird, die "ebenso heitere wie intensive Sinnlichkeit, die Stimmung gelöster Lebensfreude, rauschhaften Lebensgenusses" der Gemälde sowie "die junge, so heftig und üppig erblühende Ehefrau" zu beschreiben. Gefallen hat dem Rezensenten dieser Band, der die Zusammenhänge zwischen Eheglück und Malerei aufzeigt, gleich in mehrerlei Hinsicht: Zum einen aufgrund der reichen Bebilderung mit der üppigen Helene, zum anderen aufgrund des "vorzüglichen Überblicks" über sonst eher als marginal Behandeltes, der dem Leser zudem auf "angenehm flüssige, bisweilen sogar flott geschriebene, kenntnisreiche und umsichtige" Art und Weise dargeboten wird, und schließlich, weil Rubens' erste, eher madonnenhafte Frau, Isabella Brant, angemessen gewürdigt und in einen fruchtbaren Kontrast mit Helene gebracht wird.

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