Klappentext
Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Núria, Conxita und Montse sind noch Kinder, als sie nach dem Tod des Vaters ihre katalanische Heimat verlassen, um zusammen mit ihrer Mutter nach Argentinien auszuwandern. Sie, die sich so nahestanden, entfremden sich dort zunehmend. Jede der drei Schwestern geht ihren eigenen Weg. Erst als sie Jahrzehnte später gemeinsam das Haus ihrer Tante in den Pyrenäen erben, wo sie als Kinder ihre Ferien verbrachten, finden sie wieder zusammen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2026
Rezensent Paul Jandl liest diese Erzählung des irischen Schriftstellers über die Wiederbegegnung dreier katalanischer Schwestern mit distanzierter Faszination. Als Einzelerzählung aus dem Prosaband "The News from Dublin" ausgekoppelt, erzählt der Autor vom Aufbruch der jungen Schwestern von ihrem katalanischen Dorf nach Buenos Aires, wo sie sich dann für viele Jahre aus den Augen verlieren, fasst der Kritiker zusammen. Nachdem ein Brief die drei darüber in Kenntnis setzt, dass sie das Haus ihrer soeben verstorbenen Tante geerbt haben, treffen sie sich im hohen Alter im katalanischen Dorf Burg wieder, resümiert Jandl weiter. Bemerkenswert findet er, dass der in kargen Sätzen verfasste Text, ausgehend von der Eigenschaftslosigkeit der Protagonistin und mittleren Schwester Montse, von einer merkwürdigen Starrheit durchzogen ist. In der Art, wie alle Schwestern selbst nach so langer Zeit miteinander wieder in bekannte Rollen zurückfallen, sieht Jandl ein für den Autor typische Lektion über die psychologischen Dynamiken in einer Familie. Die Figuren bleiben jedoch hier seltsam unbefreit - ein bisschen mehr Experimentierfreude hätte dem Roman wohl gutgetan, schließt Jandl.
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