Diese Untersuchung religiöser Werke bleibt einmal nicht bei der bloßen Katalogisierung stehen. An der Schnittstelle von Philosophie, Religion und Komposition arbeiten die Autoren jene umfassende Reflexivität heraus, durch die Neue Musik zur spekulativen Theologie wird. Das Spektrum des Buches reicht dabei von Strawinsky über Penderecki und Bernd Alois Zimmermann bis hin zu Lachenmann, Messiaen und Stockhausen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2003
Andres Briner hat "Besonderes" erwartet und ist nicht enttäuscht worden: Schließlich sei Clytus Gottwald - "Musikforscher, Chorleiter und Komponist" - einer, der sowohl in der Welt der musikalischen Avantgarde als auch in der Theologie bewandert ist. "Dass die musikalische Moderne kaum je vom Begriff Religion her untersucht wird, ist Gottwalds Ausgangspunkt", und von dort, informiert Briner, bricht er auf, um sich in vergleichenden und Einzelstudien den relevanten Vertretern der Neuen Musik zu widmen. "Man staunt über die Fülle", konstatiert der Rezensent.
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