Clementine Beauvais

Die Königinnen der Würstchen

(Ab 14 Jahre)
Cover: Die Königinnen der Würstchen
Carlsen Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783551556776
Gebunden, 288 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Annette von der Weppen. Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden - der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Elysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Ein chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.11.2017

Rezensentin Anja Robert verfällt schnell dem Charme von Clementine Beauvais' Heldin Mireille, die ihr Übergewicht mit frechen Sprüchen zu kompensieren versucht und sich nach dem ersten Platz bei einem "Hässlichkeitswettbewerb" an ihrer Schule mit zwei weiteren "Gewinnerinnen" auf eine Radtour inklusive mobilem Würstchenverkauf Richtung Paris begibt. Dass dieses herrlich skurrile Roadmovie reich gefüllt ist mit Abenteuern, philosophischen Theorien und kulinarischen Exkursen, ist für die Kritikerin kein Problem: Beauvais schildert nicht nur ihre Heldinnen so mitreißend, dass sie dem Leser schnell ans Herz wachsen, schwärmt die Rezensentin, sondern sie vermag auch wunderbar komisch und ohne Schwarzmalerei von Social-Media-Phänomenen zu erzählen, lobt Robert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2017

Bei der Französin Clémentine Beauvais verlässt der Vater seine Familie nicht wegen einer jüngeren Frau, wie es das Klischee will, sondern wegen einer mächtigeren, erfahren wir von Rezensentin Ramona Lenz, die den Abenteuern der jungen Mireille mit großer Freude gefolgt ist. Denn Mireille macht sich mit ihren Freundinnen auf nach Paris, um dort im Elysee-Palast ihren Vater aufzustöbern, der schließlich mit der Präsidentin verheiratet ist. Nicht nur die temporeiche Geschichte gefällt der Rezensentin gut, sondern auch der Umgang der jungen Autorin mit anderen Formaten: Die drei Mädchen haben sich zusammengetan, weil sie im fiesen Facebook-Wettbewerb zur "Wurst des Jahres" die ersten Plätzen ergattert haben. So werde die Geschichte nicht nur zu einem klugen, sympathischen und unterhaltsamen Roman, sondern auch auch zu einem feministischen Blog.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2017

Rezensentin Alice Werner beglückt, wie Clémentine Beauvais die Themen Cybermobbing, soziale Zwänge, Trauer und erste Liebe in einem Buch verbindet, einfühlsam, witzig und mit Verve erzählt. Eine Erweckungsgeschichte, in der die gekränkten Figuren ihr Schicksal mit Humor und Selbstironie parieren und über sich hinauswachsen, und ein aberwitziges Roadmovie mit spleenigen Charakteren dazu, meint Werner.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.09.2017

Clementine Beauvais ist ein außergewöhnlich scharfer und moderner Schelmenroman gelungen, freut sich Christine Knödler. Drei französische Mädchen, die in einem Hässlichkeitswettbewerb, der jährlich von ihren Mitschülern abgehalten wird, die drei ersten Plätze im Wettkampf um die "Würste des Jahres" an ihrer Schule errungen haben, machen eine Radtour durch Frankreich, um den leiblichen Vater von Protagonistin Mireille ausfindig zu machen. Knödler ist heilfroh, dass Beauvais nie die "obligatorische Betroffenheitsmaschine" anwirft, mit der Jugendromane normalerweise daherkommen, sondern mit Mireille eine Protagonistin erschaffen hat, die mit ihrer Ironie, Authentizität und den wunderbaren "Sprachspielereien" alle in den Schatten stellt. "Ein neues Schreiben, Lesen, ein neues Denken, mit allen Sinnen" entdeckt die Kritikerin hier.

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