Mit einem Nachwort von Heinrich W. Grosse. Aus dem Amerikanischen von Lou Marin. Das "Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC)" war eine der bedeutendsten Organisationen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Seine Kampagnen und direkten gewaltfreien Massenaktionen in den sechziger Jahren spitzten die Kämpfe der US-amerikanischen Schwarzen gegen die rassistische Diskriminierung zu und trieben sie voran. Clayborne Carson beschreibt erstmals die gesamte Entwicklungsgeschichte des SNCC. Die Erfolge in den Anfangsjahren, als die AnhängerInnen des SNCC aus religiösen oder moralischen Motiven den Glauben in die Kraft der gewaltfreien direkten Aktion und den graswurzelrevolutionären Organisationsansatz teilten. Mit Sit-Ins, Freiheitsfahrten und den Kampagnen zur Eintragung in die Wählerlnnenlisten griff die Organisation das System der Segregation in den Südstaaten an. Das SNCC stellte in dieser Zeit die dominierende Rolle von Martin Luther King in der Bürgerrechtsbewegung konstruktiv in Frage. Im Laufe der sechziger Jahre wurden diese gewaltfreien Strömungen einige von ihnen waren durch libertär-gewaltfreie Ideen geprägt zurückgedrängt. Das SNCC wurde schließlich von AnhängerInnen eines militanten, separatistischen schwarzen Nationalismus dominiert. Carson stellt diese Entwicklung des SNCC keineswegs als einen geradlinigen Prozess der Radikalisierung dar, sondern vielmehr als Zerfall einer ehemals starken und einflussreichen Organisation. "Zeiten des Kampfes" ist aber nicht nur die Geschichte einer Bürgerrechtsorganisation erzählt auf der Basis von Interviews, Protokollen, unveröffentlichten Diskussionspapieren und erst seit kurzem zugänglichen FBI-Akten , die in der deutschsprachigen politischen Literatur bislang kaum wahrgenommen wurde. Es ist auch ein Lehrstück über Erfolge und Abwege sozialer Bewegungen.
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