Christophe Andre, Francois Lelord

Die Kunst der Selbstachtung

Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 2000
ISBN 9783378010420
gebunden, 335 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Ralf Pannowitsch. Von anderen akzeptiert zu werden und auch mal meutern zu können - das ersehnen sich wohl alle schüchternen Menschen. Andererseits kann ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein Pein bereiten. Übermäßig von sich überzeugte Mitmenschen unterschätzen Konkurrenzsituationen - ein bekanntes Phänomen, das schon im Grimmschen Märchen von "Hänsel und Gretel" auftaucht. Drum aufgepasst, damit Sie keiner überrundet: Die Autoren geben eine Fülle von Ratschlägen, wie man es anstellt, gewohnte Verhaltensmuster zu brechen und sich mit genügend Selbstbewusstsein gegen Angriffe von innen und außen zu wappnen. Anekdoten, Fallbeispiele, diverse Fragebögen, eine Prise Theorie und leichtes Augenzwinkern helfen Ihnen zu erkennen, wie es um Ihr Selbstvertrauen bestellt ist.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.05.2000

In einer Doppelrezension bespricht Viola Roggenkamp zwei Bücher, die sich mit Schüchternheit und Versagensängsten befassen. Dabei stellt die Rezensentin fest, dass in beiden Büchern durchaus interessante Fallgeschichten vorgestellt werden und deutlich gemacht werde, dass berufliche wie auch private Erfüllung "nicht ohne innere Würde, nicht ohne eigene Wertschätzung "möglich ist. Die Frage nach den Ursachen für Schüchternheit wird ihrer Ansicht nach jedoch in keinem der Bücher zufriedenstellend beantwortet. Besonders vermisst sie ein Eingehen auf die entscheidenden Erlebnisse in der Kindheit oder die Lebenshaltung der Eltern.
1.) Bernardo Carducci: "Erfolgreich schüchtern" (Wolfgang Krüger Verlag)
Carducci ist nach Ansicht Roggenkamps ein echter Experte in Sachen Schüchternheit, der auf eine 20-jährige Forschungsarbeit zurückblicken kann. Er kennt die feuchten Hände, den roten Kopf, die Schweißausbrüche und stellt Strategien vor, damit umzugehen. Im Vordergrund des Buches stehe die Selbsttherapie. Darüber hinaus biete Carducci ausführliche Erläuterungen über körperliche Vorgänge, über das Zusammenspiel von Nervensystem, Gehirn und Stress-Hormonen.
2.) Christophe Andre / Francois Lelord: "Die Kunst der Selbstachtung" (Gustav Kiepenheuer Verlag)
Roggenkamp weist darauf hin, dass hier die "theoretische Aufklärung" im Vordergrund steht, in dem die Autoren auf die "überfordernde Selbstidealisierung" und die "zerstörerische Erfolgsangst" schüchterner Menschen eingehen. Den Anspruch, eine Hilfe zur Selbsttherapie zu bieten, haben die Autoren demnach nicht. Die Rezensentin hebt hervor, dass die Autoren dezidiert auf professionelle Therapieangebote hinweisen.