Borwin Bandelow

Das Buch für Schüchterne

Wege aus der Selbstblockade
Cover: Das Buch für Schüchterne
Rowohlt Verlag, Reinbek 2007
ISBN 9783498006501
Gebunden, 253 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Jeder fünfte Bundesbürger leidet unter der eigenen Scheu und Zaghaftigkeit. Schüchternheit ist die irrationale Angst vor Begegnungen mit anderen Menschen. Meist steht sie in Verbindung mit körperlichen Symptomen (wie z.B. Erröten, feuchte Hände, Herzklopfen) oder Gedanken wie "Ich bin uninteressant", "Die anderen lachen über mich". Was folgt, sind: Mauerblümchendasein, pausenloses Basteln im Hobbykeller, keine Chance beim anderen Geschlecht oder im Beruf, no Sex. Schüchterne fragen sich, woher ihre Angst kommt: Waren meine Eltern zu streng, bin ich als Kind zu oft blamiert worden oder habe ich die Probleme einfach geerbt? "Das Buch für Schüchterne" erklärt die Ursachen für die soziale Angst. Und es zeigt, was man gegen Schüchternheit tun kann. Bandelow erläutert Therapiemöglichkeiten, beurteilt die Wirkungen verschiedener Medikamente und erklärt, wie man sich selbst durch gezielte Übungen und Techniken aus der Schüchternheitsfalle befreien kann. Ein informativer, unterhaltsamer Ratgeber für Schüchterne und für alle, die Schüchterne kennen!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2007

Für Schüchterne durchaus empfehlenswert scheint Alex Rühle dieser Ratgeber des Neurologen, Psychiaters und Psychologen Borwin Bandelow. Das Buch bietet in seinen Augen nicht nur eine klare Bestimmung dieser weitverbreiteten sozialen Phobie, sondern auch einen profunden Überblick über Ursachen und eine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Therapieformen. Bandelow selbst halte verhaltenstherapeutischen Maßnahmen zusammen mit einigen Medikamenten für hilfreich. So findet Rühle in dem Buch eine große Anzahl von Tipps, die in Richtung Flirtmanager und Small-Talk-Hilfe gehen, und zumeist zur psychotherapeutischen Technik des Floodings zu zählen sind. Ob sämtliche Vorschläge und Tipps wirklich sinnvoll sind, scheint Rühle fraglich. Gleichwohl erachtet er die Zuversicht des Autors, Schüchternheit sei überwindbar, als ermutigend.
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