Christoph Wirtz

Siebeck - Ein sattes Leben

Der Mann, der die Deutschen auf den Geschmack brachte
Cover: Siebeck - Ein sattes Leben
ZS Verlag, München 2026
ISBN 9783965845589
Gebunden, 304 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Niemand schrieb in Deutschland je böser, witziger, eleganter über Essen und Trinken als Wolfram Siebeck - über großartige Restaurants und grauenvolle Kneipen, über die höchsten Höhen des Genusses und düsterste Abgründe deutscher Mehlschwitze. Als er 2016 starb, hatte er als Autor und Kolumnist Generationen von Lesern und Köchen geprägt und die Restaurantlandschaft verändert: stilistisch geschliffen, polemisch, amüsant. Christoph Wirtz, einer der "sprachgewaltigsten deutschen Gastrojournalisten" (FAZ), setzt ihm zum 10. Todestag ein Denkmal: Als Porträt eines Mannes, dessen Leben als Kindersoldat an der Ostfront begann - und dann wie in einem Rausch zu den besten Restaurants von Paris, durch die Lavendelfelder der Provence und die elegantesten Hotels von London führte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2026

Rezensent Jakob Strobel y Serra liest Christoph Wirtz' Biografie über den Gastrokritiker Wolfram Siebeck mit Genuss. Die erste Biografie über den Verwalter des deutschen Küchenwunders erzählt laut Rezensent die märchenhafte Karriere des im Alter verbitterten Schlemmers und Kritikers, verbittert, weil er den Deutschen die Bratkartoffeln nicht austreiben konnte. Dem Autor kommt dabei zur Hilfe, dass er Siebeck gut kannte und dass der selber Feinschmecker-Autor war, weiß der Rezensent. Daher auch die im Buch spürbare Sympathie, die allerdings auch zulässt, dass Wirtz die Widersprüche und Brüche in Siebecks Schaffen und Leben nicht übergeht, so der Kritiker.