Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630877853 Gebunden, 400 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Der weite Weg zurück in die Nüchternheit"Entzug" beginnt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch einer dreiköpfigen Familie an einem Montagmittag - und der Frage, wie sie da hingekommen ist. Hat der Erzähler sie allen Ernstes dort vergessen, während Frau und Kind auf dem Spielplatz waren? Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: Trinken und sterben oder aufhören und leben? Er beschließt, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. "Entzug" ist ein schonungslos ehrlicher Roman, er handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den Menschen, die einem am wichtigsten sind, vom Betrug an sich selbst. Und er erzählt voller Hoffnung vom Weg heraus aus der Hölle der Sucht, zurück in ein Leben, das auch nüchtern wert ist, gelebt zu werden.
"Trinken" und "Nicht-Trinken" - aus diesen zwei Teilen besteht Christoph Peters` Erzählung und aus diesen Teilen besteht wohl auch sein Leben, erklärt Rezensent Elmar Krekeler. Denn diese schonungslose, erschütternde und zugleich anrührende Entzugsgeschichte ist im Grunde ein nur leicht fiktionalisierter Bericht vom Leben des Autors mit dem Alkohol und ohne den Alkohol; einer Kindheit und Jugend, die in den Alkoholismus führten; eines Studiums, das den Alkoholismus romantisierte; eines lebensmüden Künstlerdaseins, das aus dem Alkoholismus erwachsen ist und schließlich eines Entzugs, der in die Ernüchterung, in die Selbstanalyse, in die Aufarbeitung und vielleicht, so glaubt der Rezensent hoffen zu dürfen, in ein neues Leben führt: Das Leben eines Mannes, "der er", der Erzähler, "nie war".
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