Christoph Jehlicka

Das Lied vom Ende

Roman
Cover: Das Lied vom Ende
Open House Verlag, Leipzig 2018
ISBN 9783944122366
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Um 2010, in einer norddeutschen Kleinstadt. Ein Mann tötet sich und seine Familie. Eine ganze Gegend ist erschüttert und fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Und im Reihenhaus von Familie Schult gerät das Leben aus den Fugen. Sehr unterschiedlich begegnen die vier Familienmitglieder, die Söhne Ben und Niko, Mutter Ursula und Vater Frank, den Schicksalsschlägen und hausgemachten Problemen: Weltflucht, Drogen, schwarzer Humor, abstruser Aktionismus - und schließlich auch echte Opferbereitschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2018

Rezensent Andreas Platthaus gefällt Christoph Jehlickas Debütroman vor allem als Stimmungsphänomenologie. Wie der Autor einen leichten Sommeradoleszenzroman urplötzlich in einen blutigen Familien-Albtraum aus der norddeutschen Tiefebene verwandelt, findet er bemerkenswert. Ein Glücksgriff ist der Text für Platthaus wegen seiner Spannung, seinem Witz und seiner Einfühlung (nicht ohne die gewisse Grausamkeit) in die Figuren. Jehlickas Porträt der müden Provinz findet er gelungen, ebenso die Zeichnung der Nebenfiguren. Die Differenzierung der Perspektiven scheint den Rezensenten allerdings weniger zu überzeugen, hier unterscheidet der Autor den Tonfall der verschiedenen Figuren nicht stark genug voneinander, meint er.
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