Klappentext
Ein in der Schweiz lebender Autor besucht sein Elternhaus in einem Außenbezirk Bielefelds, um sich vorübergehend der Pflege seiner zweiundneunzigjährigen Mutter zu widmen. Im Gepäck hat er mehrere unvollendete Romanprojekte, einen dysfunktionalen Zugang zum Literaturbetrieb und jede Menge durch manische Beobachtungssucht befeuerte schlechte Laune. Angekommen in Bielefeld-Heepen fühlt sich der Autor jedoch deutlich besser als erwartet. Während sich die Protagonisten seiner Manuskripte allmählich verselbstständigen, taucht er immer tiefer in das "Tal der Witwen", sein ebenso durchschnittliches wie gespenstisches Herkunftsmilieu, ein. Eine Reise an die Grenzen der Realität hat begonnen.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 02.08.2025
"Bielefeld als Echoraum des Weltunbehagens" - das liest Kritiker Christoph Schröder in Christoph Höhtkers neuem Roman, dessen Protagonist in diese seine Heimatstadt zurückkehrt, um sich um seine alternde Mutter und fünf unvollendete Romane zu kümmern. Dass diese Fragmente im Buch abgedruckt sind, findet Schröder ziemlich unterhaltsam, weil diese verschiedenen Welten - von einem spanischen Geheimagenten bis zur argentinischen Schriftstellerin - sehr viel mit dem Protagonistin Toffi zu tun haben, der zufällig auch Höhtker heißt. Man muss auch nicht alle absurden Volten verstehen, um Spaß an der Geschichte und den lustigen Dialogen zu haben, versichert Schröder.
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