Unter Mitarbeit von Bettina Kunst. Auf der Grundlage archäologischer Befunde sowie der literarischen Quellen zeichnet die Autorin ein Bild der Wohn- und Lebenswelten in der römischen Stadt. Themenkomplexe wie die Stadtplanung oder der Wohnungsmarkt werden ebenso behandelt wie die aufwendigen Privathäuser der Reichen, ihre verschwenderischen Gärten oder die düsteren Mietskasernen der ärmeren Bevölkerung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2007
Wolfgang Schuller nötigt es schon Respekt ab, wie kurz und bündig Christiane Kunst in ihrem Buch die antiken römischen Wohnformen abhandelt. Der Rezensent lässt aber keinen Zweifel daran, dass er das Ergebnis überzeugend findet und betont, die Autorin habe ein informatives, materialreiches Buch über die römischen Privathäuser, die Mehrfamilienhäuser zur Miete und schließlich die Grabhäuser als letzte Wohnstätte für die Toten vorgelegt. Für "Problematisierungen" bleibt auf fast 170 Seiten zwar kein Platz, räumt Schuller ein. Dennoch ist dieser mit vielen Abbildungen illustrierte Band insgesamt eine gelungene Arbeit zum Thema, lobt der Rezensent zufrieden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.10.2006
Die Archäologin Christiane Kunst schließt mit ihrer Untersuchung über die römische Alltagswelt an eine Tradition an, die auch die Lebensumstände der breiten Masse des römischen Volkes, abseits der Eliten, in den Mittelpunkt stellt, so Elke Stein-Hölkeskamp. Dabei gehe sie systematisch vor, nähere sich von der Peripherie den inneren Bezirken, öffentlichen Gebäuden und Privathäusern und schließe mit den Grabbauten ab. Das Verfahren, antiken Zeugnissen, wie Mauerresten und Straßen, literarische Quellen gegenüber zu stellen und die Befunde zu vergleichen, bewege sich auf sicherem Terrain, solange es um die Infrastruktur wie Wasserversorgung oder Polizei und Feuerwehr geht. Schwieriger kommt der Rezensentin die Auswertung institutioneller Vorgänge vor, die mit modernen Kategorien, wie der Trennung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, nicht zu erfassen sind. Stein-Hölkeskamp vermisst zudem eine adäquate anschauliche Interpretation des Lebensgefühls zur damaligen Zeit, zu häufig wird ihr von der modernen Lebenswelt auf die antike kurzgeschlossen.
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