Klaus Bringmann als einer der renommiertesten deutschen Althistoriker und Kenner der römischen Geschichte legt endlich die lang erwartete Augustus-Biografie vor. Spannend und hintergründig schildert er die widersprüchlichste Gestalt der römischen Geschichte. Augustus (63 v. Chr - 14 n. Chr.) stieß das Tor auf zu der letzten, der verheerendsten Phase des Bürgerkriegszeitalters und wurde doch zum Begründer eines Weltfriedens, der zu seinen Ehren den Namen "Pax Augusta" trägt. Er begann als Hochverräter und war am Ende der "Vater des Vaterlandes". In seinen Anfängen trat er Recht und Gesetz mit Füßen, aber er ging als Wiederhersteller von Recht und Gesetz und als Schöpfer einer Ordnung, die er selbst und wahrscheinlich die Mehrheit seiner Zeitgenossen als den besten und glücklichsten Zustand des römischen Staates bezeichneten, in die Geschichte ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2007
Insgesamt zufrieden ist Elke Stein-Hölkeskamp mit Klaus Bringmanns Augustus-Biografie. Lobend äußert sie sich über den Verzicht auf Spekulation und Effekthascherhei sowie über den nüchternen Ton und die sachliche Argumentation der Arbeit. Gelungen findet sie zudem die Darstellung von Augustus' Aufstieg, der mit langen blutigen Machtkämpfen und Bürgerkriegen verbunden war. Auch Bringmanns positiver Bilanzierung von Augustus' Lebensleistung sowie der Einschätzung als Friedenskaiser kann sie durchaus zustimmen. Allerdings hält sie dem Autor vor, zu sehr auf Augustus als "großen Mann", der Geschichte machte, zu setzen und darüber die Möglichkeiten der modernen Struktur- und Mentalitätsgeschichte aus dem Blick zu verlieren.
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