Chi-ha Kim

Aufgehen der Knospe

Gedichte
Abera Verlag, Hamburg 2005
ISBN 9783934376663
Gebunden, 120 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Aus dem Koreanischen von Kang Seung-Hee und Torsten Zaiak.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2005

"Man könnte", schreibt Katharina Borchardt, "die Geschichte des modernen Korea und seiner Literatur durchaus als eine Geschichte der Inhaftierung seiner Dichter schreiben." Kim Chi-ha (geboren 1941) war während der Militärdiktatur sieben Jahre in Einzelhaft - er hatte populäre satirische Gedichte verfasst. Seine hier versammelten neueren Gedichten machen weniger Worte, klingen "stiller, ausgedünnter", gewinnen gerade dadurch aber eine große Intensität. Es geht, so Borchardt, um ein "Gefühl der inneren Leere"; kleine Dinge "wie Kirschblüten, Schnee oder Grashalme" rücken in die Mittelpunkt - ganz wie in der traditionellen, buddhistisch geprägten Naturlyrik.
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