Charlotte Link

Das Echo der Schuld

Roman
Cover: Das Echo der Schuld
Blanvalet Verlag, München 2006
ISBN 9783764502317
Gebunden, 554 Seiten, 21,95 EUR

Klappentext

Minutenschnell sinkt ein Segelboot nach der Kollision mit einem Frachter vor der Isle of Skye, Meilen vor Schottlands wilder Küste. Ihr Leben ist alles, was die deutschen Aussteiger Livia und Nathan Moor noch retten können. Virginia Quentin und ihr Mann nehmen die Schiffbrüchigen in ihrem Ferienhaus auf. Nathan, der sich über alle Regeln des Anstands hinwegsetzt und ihr ungebeten in das düstere Zuhause in Norfolk folgt, stößt die verschlossene Virginia anfangs ab. Doch es ist auch Nathan, dem es gelingt, sie am einzigen Punkt zu berühren, an dem Virginia in ihrer Einsamkeit empfänglich ist. Virginia öffnet sich ihm mehr als je zuvor einem anderen Menschen und erzählt ihm ihre Geschichte vom Echo der Schuld, das sie in jeder Sekunde ihres Lebens zu hören meint. In einem kurzen Augenblick des inneren Friedens bricht das Entsetzen in die Gegenwart ein: Die kleine Kim, Virginias siebenjährige Tochter, kehrt von der Schule nicht mehr heim. Und bleibt spurlos verschwunden. Ist sie vor der zerbrechenden Ehe ihrer Eltern geflohen? Oder ist sie Opfer eines Verbrechers geworden, der bereits zwei andere Mädchen getötet hat?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.11.2006

Hämisch verkündet der Rezensent Michael Rutschky, dass dieser Krimi nach einer TV-Fassung im Stil der Rosamunde-Pilcher-Filme lechzt. Gelangweilt zählt er alle faktischen Unstimmigkeiten, figurenpsychologischen Mangelerscheinungen und überflüssigen Handlungsstränge auf und kommt zu dem Schluss, dass Link gut daran getan hätte, einen dieser Erzählfäden, nämlich die Dreiecksgeschichte zwischen dem Ehepaar Quentin und dem gutaussehenden, windigen Abenteurer Nathan Moor, zu ihrem eigentlichen Sujet zu machen.
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