Charlie Chaplin

Footlights - Rampenlicht

Die Welt Charlie Chaplins
Cover: Footlights - Rampenlicht
C. Bertelsmann Verlag, München 2015
ISBN 9783570102503
Gebunden, 304 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

Herausgegeben von David Robinson. Aus dem Englischen von Lotta Rüegger und Holger Wolandt. Über sechzig Jahre lang ruhte der Kurzroman "Footlights", Charlie Chaplins einziges literarisches Vermächtnis, in den Archiven. Die Geschichte des alternden Clowns Calvero, der die lebensmüde Tänzerin Thereza bei sich aufnimmt, diente Chaplin als Grundlage für sein melancholisches Spätwerk "Rampenlicht" aus dem Jahr 1952. Der renommierte Chaplin-Biograf David Robinson hat dieses Werk nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In dem opulenten Bildband mit zahlreichen unveröffentlichten Fotos entwirft Robinson zudem ein faszinierendes Szenario rund um die Entstehung des Rampenlicht-Drehbuchs und zeigt auf, wie sehr sich Chaplin durch seine Kindheitserlebnisse im Umfeld der Londoner Music Halls und Varietés inspirieren ließ und dass er in der Figur des Clowns Calvero auch seine eigene Rolle als alternder Künstler reflektierte.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 12.12.2015

Hanns-Georg Rodek sieht im Historiker David Robinson den weltweit führenden Experten für Stummfilme. In dem nun von ihm herausgegebenen Buch versammlt er "jeden, aber auch wirklich jeden Aspekt der Entstehung von Chaplins Film "Rampenlicht", stellt der Rezensent beeindruckt fest. Immerhin gilt das Werk aus dem Jahr 1952 laut Rodek heute als letzter großes Chaplin-Film. Vergnügen bereitet dem Kritiker vor allem, wie Robinson in seinem Buch das Londoner Varieté-Milieu der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu neuem Leben erweckt - mithilfe historischer Karten und alter Fotos. Als überraschenden Fund Robinsons wertet der Rezensent Chaplins einzigen Roman mit dem Titel "Footlights", dessen Fragmente dem Film zugrunde liegen. Ein wenig fehl am Platz, zumindest aber überstrapaziert wirken die von Rodek immer wieder wortreich ausgeführten Parallelen zwischen Charlie Chaplin und Woody Allen, die der Kritiker für die beiden größten komischen Genies des 20. Jahrhunderts hält.
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