1 CD, 75 Minuten Laufzeit. Gelesen von Martin Semmelrogge. Sehr poetisch seien Bukowskis Gedichte ja nicht, bemängeln Kritiker, man müsse sie wohl eher als abgebissene Prosastücke bezeichnen. Sie erzählen von Amerikas Slums, Absteigen, Bars, Hurenhäusern und Schlachthöfen. Alkohol, Boxen, Frauen, Pferderennen sind seine Themen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2003
Tobias Lehmkuhl hält Charles Bukowskis Verse zwar für "gequirlten Quark", weiß aber, dass es in einem freien Land auch erlaubt sein muss, "Lyrik" dazu zu sagen. Deshalb könne man wohl auch niemandem verbieten, einen Schauspieler das ganze in Tough-Guy-Manier einsprechen zu lassen. Nur: "Dass Bukowskis harte Kerle allerdings ziemlich gescheiterte Charaktere sind, hat Semmelrogge leider nicht mitbekommen. Er scheint die ganze Bukowski-Welt für obercool zu halten und legt deswegen triumphierend seine tiefste Stimme auf, was sich anhört, als spräche er durch ein Loch im Kehlkopf." Wahrscheinlich geht ihm deshalb auch so schnell die Luft aus, kichert der Rezensent, der sich vom "so genannten Dichter" und "so genannten Vorleser" immerhin zu einer hübschen kleinen Spotttirade hat inspirieren lassen.
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