Aus dem Griechischen von Dadi Sideri und Dimitra Visaitou. Charis Vlavianos' Gedichte weisen menschliche Tiefe und Wärme auf in der Auseinandersetzung mit Leben und Abschied. Er literarisiert seine Erfahrungen mit Verlust und Tod in der Familie. Dabei blickt er auf äußerst private, reale Erlebnisse, zuerst in seiner Kindheit und dann selbst als Vater. Die Sammlung umfasst Gedichte aus dem Zeitraum von 1991 bis 1999. Es ist eine Auswahl von Gedichten aus seinen Publikationen o Angelos tis Historias 1999 (Der Engel der Geschichte), Adieu 1996, O allos Topos 1994 (Der andere Ort) und I Nostaljia ton Uranton1991 (Das Heimweh nach den Himmeln).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2002
Sehr beeindruckt zeigt sicht Rezensent Joachim Sartorius von den Gedichten des Griechen Charis Vlavianos. Das liegt an den vielfältigen Einflüssen, die der kosmopolitische Dichter in seine Arbeit einfließen lasse, an seinen "angelsächsischen Vorlieben" und dem Umstand, dass er zwischen "Poesie, Philosophie und Alltagsleben" nicht wirklich trenne. Dieser "Verzicht auf stilistische Einheit" führt nach Sartorius Meinung zu schönen "offenen Gebilden", mit denen Vlavianos auch eine "fortlaufende Autobiografie" schreibe, ohne sich dabei im Privaten zu verlieren. Denn Vlavianos führe auch ein Gespräch mit den Denkern der Postmoderne und analytischen Philosophie. Gelobt wird auch die "sorgfältige" Übersetzung Dadi Sideri und Dimitra Visaitou, die für diesen deutschen Erstling eine Auswahl von Arbeiten aus drei Gedichtbänden übertragen haben.
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