Cees Nooteboom, Eddy Posthuma de Boer

Die Kunst des Reisens

Mit Fotografien von Eddy Posthuma de Boer
Cover: Die Kunst des Reisens
Schirmer und Mosel Verlag, München 2004
ISBN 9783829601672
Gebunden, 152 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Mit 76 Farbtafeln. Zusammengestellt von Susanne Schaber und Lothar Schirmer. Aus dem Niederländischen und Englischen übersetzt von Helga von Beuningen, Andreas Ecke, Brigitte Heinrich und Matthias Wolf. In einem seiner Essays bezeichnet sich Nooteboom beiläufig als "kleiner Buchhalter des Universums, Unterabteilung 284756A61". Es geht um Rotterdam und den dummen Spruch eines Betrunkenen in einer Bar, den er sich notiert. "Jemand muß es ja archivieren, und wenn niemand es tut, tue ich es eben." Als "Buchhalter des Universums" ist Cees Nooteboom jetzt schon seit gut vier Jahrzehnten unterwegs, und was er "archivieren" nennt, hat längst Einzug gehalten in die heiligen Hallen der Literatur. Sein Spürsinn für den genius loci eines x-beliebigen Ortes auf dieser Welt - sei es ein Friedhof in Rio, das Hotel Esplanade in Berlin oder Fairbanks, Alaska - scheint ihm genauso angeboren - wie die Begabung, das Gesehene in Gedanken umzusetzen und in Worte zu fassen. Was viele noch nicht wussten: Auf vielen seiner Reisen ist Nooteboom "ein Mann mit vier Augen"- zwei davon gehören dem Photographen Eddy Posthuma de Boer, Holländer wie er selbst, der unverzichtbare Seelenverwandte mit der Kamera. Von ihm stammen die Bilder in diesem Buch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2005

Ein Buch für alle, die Cees Nootebooms klugen, humorvollen, maßvollen, staunenden, wissentlich unwissenden Blick auf die Welt und den Reisenden - ihn selbst - schätzen: Die Fotos darin, schreibt Elmar Schenkel, aufgenommen von Nootebooms "häufigen Reisebegleiter" Eddy Posthuma de Boer, erzeugen eine Leuchtkraft, die sich mit dem Leuchten der Texte verbindet". Man spürt sie ja ohnehin schon in sich, wenn man seine Bücher liest, diese "Schwerelosigkeit" des Unterwegsseins, die Erfahrung der Fremde, "in der der Reisende zum Kind wird und nur noch auf Dinge zeigen kann" - aber es ist doch schön, sie auch in Bildern wiederzufinden.
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