Cathy O'Neil

Angriff der Algorithmen

Wie sie Wahlen manipulieren, Berufschancen zerstören und unsere Gesundheit gefährden
Cover: Angriff der Algorithmen
Carl Hanser Verlag, München 2017
ISBN 9783446256682
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Karsten Petersen. Algorithmen nehmen Einfluss auf unser Leben: Von ihnen hängt es ab, ob man etwa einen Kredit für sein Haus erhält und wie viel man für die Krankenversicherung bezahlt. Cathy O'Neil, ehemalige Hedgefonds-Managerin und heute Big-Data-Whistleblowerin, erklärt, wie Algorithmen in der Theorie objektive Entscheidungen ermöglichen, im wirklichen Leben aber mächtigen Interessen folgen. Algorithmen nehmen Einfluss auf die Politik, gefährden freie Wahlen und manipulieren über soziale Netzwerke sogar die Demokratie. Cathy O'Neils Appell zeigt, wie sie Diskriminierung und Ungleichheit verstärken und so zu Waffen werden, die das Fundament unserer Gesellschaft erschüttern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2018

Manuela Lenzen liest das auf US-Verhältnisse abhebende Buch der Mathematikerin Cathy O'Neil als Warnung, Algorithmen erst gar nicht die Macht übernehmen zu lassen. Der alarmistische Titel, meint Lenzen, sollte nicht davon abhalten, O'Neils Erklärungen zu den Wirkungen algorithmischer Berechnungen in allen Lebensbereichen ernst zu nehmen. Die Effekte von auf Algorithmen beruhenden Klassifikationen von Arbeitnehmern und Usern, von Effizienzsteigerung, von negativen Feedbackschleifen und dergleichen mehr illustriert die Autorin laut Lenzen auf eindrucksvolle Weise, indem sie zeigt, wie Menschen davon betroffen sind. Dass Algorithmen keine moralischen Akteure sind und dass es auf ihre Verwendung ankommt, wird Lenzen klar, wenn O'Neil positive Beispiele algorithmischer Unterstützung bringt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.12.2017

Rezensent Eduard Kaeser erkundet den Sündenfall der Mathematik mit diesem Buch der Mathematikerin Cathy O'Neil. Einblicke in ein "verstörendes" Zeitphänomen, dem immateriellen Wettrüsten mittels mathematischer Modelle, gewinnt Kaeser bei der Lektüre. Aber auch, dass nicht die Algorithmen an sich schädlich sind, sondern ihr Gebrauch, erfährt er, wenn die Autorin Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen wie Arbeitsmarkt, Kriminalitätsprognose und Krankenversicherung anführt, um die Gefahren von Big Data zu veranschaulichen.
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