Aus dem Amerikanischen von Daniel Hauptmann. In Niceville, einer Kleinstadt im Süden der USA, geraten die Dinge vollends außer Kontrolle: An einem Wochenende werden mehrere Menschen brutal ermordet. Die Täter berichten von einer mysteriösen Stimme, die sie angestachelt habe. Sind sie besessen? Ermittler Nick Kavanaugh ist zunächst damit beschäftigt, seine Familie zusammenzuhalten, die vom Adoptivsohn Rainey tyrannisiert wird. Aber was ist der Grund dafür, dass sich in Niceville scheinbar normale Menschen in eiskalte Killer verwandeln? Der Schlüssel zu allem liegt in der mit pechschwarzem Wasser gefüllten Senke am Rande der Stadt. Und während Nick und seine Helfer versuchen, das Böse zurückzudrängen, hat es sich längst in den Köpfen der Menschen eingenistet. Ist es überhaupt noch aufzuhalten?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2016
Am Ende hat Rezensent Bernd Graff ein bisschen die Lust an Carsten Strouds Niceville-Trilogie verloren. Zwar breitet sich auch im letzten Band das Grauen gewohnt rasant im Südtsaaten-Städtchen irgendwann in den Vierzigern aus, doch Graff muss feststellen, dass die ganze Abstrusität und der delirierende Horror nicht einmal in Nichts führen. Alle Welt spielt verrückt, die Menschen, das Wetter, Flora und Fauna, einer hackt dem anderen den Kopf ab. Als wilden Mix aus "elaborierter Leichfledderei, hanebüchenem Hokuspokus und schwarzer Galle" beschreibt Graff das Ganze. Den pubertären Humor lässt er sich noch am ehesten gefallen und kürt Stroud dafür zum "buntesten Punk im Gruselkeller Thriller-Literatur".
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