Carol Birch

Der Atem der Welt

Roman
Cover: Der Atem der Welt
Insel Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783458175445
Gebunden, 393 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Christel Dormagen. Jaffy Brown wächst in ärmlichen Verhältnissen auf: Londons Docklands im Jahr 1857 stinken nach Moder und Unrat, sind bevölkert von Matrosen und Huren. Eines Tages begegnet Jaffy einem aus einer Menagerie entlaufenen Tiger, einem herrlichen Geschöpf auf geschmeidigen Pfoten. Eine Begegnung, die ihn in eine fremde, verheißungsvolle Welt voll exotischer Schönheit, wilder Tiere und wundersamer Geschöpfe versetzt. Und die in Jaffy Sehnsucht nach der Weite des Meeres weckt: Mit seinem besten Freund Tim heuert er auf einem Walfänger an, der sie auf eine abenteuerliche Reise führt, tief hinein in die Stürme des Indischen Ozeans. Und schließlich an die Grenzen der Welt und ihres Menschseins.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2012

Viele Geschichten entdeckt Katharina Laszlo in diesem Buch von Carol Birch. Die Autorin, meint sie, kann mit Dickens-, Melville- und Stevenson-Zitaten umgehen, mit literarischen Traditionen und Genres ebenso. Als Historischen Roman möchte sie Birchs Arbeit darum nicht bezeichnen. Der Held, erklärt Laszlo, ist Oliver Twist, Ismael und Jim Hawkins in einem, Tierflüsterer, Drachenjäger, Seefahrer. Die Geschichte vom Erwachsenwerden im London von 1850 erzählt Birch der Rezensentin mit der gebotenen Farbigkeit. Huren, Waisen, Moder, Gestank - Laszlo staunt über die geschilderten Sinneswahrnehmungen des Jungen, über wilde Assoziationsketten und abenteuerliche Analogien, die die Autorin, wie sie versichert, aber jederzeit souverän im Griff hat.
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