Bettina Balàka erzählt in ihrem ersten Roman von scherzhaften Lieben, von mißverstandenen Affairen, endgültigen Trennungen und gescheiterten Leben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2000
Christiane Zintzen bespricht einen hochgradig konstruierten, in den neuesten Philosophiedebatten beheimateten Roman, der ihrer Meinung nach gut funktioniert. Die Geschichte spielt sich im Naturhistorischen Museum Wien ab: dort arbeiten eine Zeichnerin vor den Vitrinen und ein Tierpräparator, der sozusagen für den Inhalt der Vitrinen verantwortlich ist. Ihre Charaktere, so Zintzen, füllt die österreichische Autorin jedoch nicht mit Leben, sie dienen ihr nur als "Textfunktionen". Auf die Metaphorik des Museums bezogen, analysiert Zintzen, müsse man sich dann das Genre Roman als Museumsgebäude denken, das mit "narrativen Exponaten" wie Briefen, Erinnerungen, E-mails, Träumen möbliert sei. Den - philosophisch fundierten - Gang durch die Geschichte, bei dem allerlei Theorien zu Kommunikation, Geschlecht und Charakter gestreift würden, müsse sich der Leser selbst zusammenstellen. In einem Vor- und einem Nachspiel schließlich verknüpfe die Autorin ihren theoretischen Streifzug durch die Geschlechterdebatte mit der Romanhandlung: aus dem Tierpräparator werde ein kosmetischer Chirurg, der die Zurichtung weiblicher Körper betreibt. Was sich theoretisch etwas flach anhört, versichert die Rezensentin, könne sich literarisch gut behaupten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2000
Wenn Lutz Hagestedt einen Roman als "sehr bemüht, artig (...) geschrieben" bezeichnet, hat das kaum Gutes zu bedeuten. Zu seinen Favoriten dürfte dieses Buch jedenfalls kaum gehören, obwohl er von dem Plot des Romans eigentlich angetan zu sein scheint. Immerhin erzählt er recht inspiriert von der Künstlerin, die von einem Unbekannten beauftragt wird, Tiere im Naturhistorischen Museum zu malen und deren Außenkontakte ansonsten vor allem über die moderne Telekommunikation funktionieren. Bedauerlich findet Hagestedt allerdings, dass die "virtuelle Wirklichkeit" hier von der Autorin für sein Empfinden zu "steif" geschildert wird.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…