Das Ende der Arsakidenherrschaft und die Gründung des Sasanidenreiches kennzeichnen einen Umbruch in der Geschichte der östlichen Alten Welt. Diese Veränderungen beeinflussten auch die Beziehungen Roms zu seinen östlichen Nachbarn. Dem römischen Imperium entstand in den Sasaniden ein wirtschaftlich leistungsfähiger, politisch bedeutsamer und militärisch gefährlicher Gegner, dessen Expansionsdrang zur Anspannung aller Kräfte zwang. Bereits wenige Jahrzehnte nach der Gründung des neupersischen Reiches durch die Sasaniden im Jahr 224 n. Chr. erkannten die beiden Reiche einander als Großmächte an, und Gleichrangigkeit bestimmte das Verhältnis ihrer Herrscher zueinander.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2002
Licht und Schatten sieht Uwe Walter bei diesem für "Studium, Lehrerfortbildung, Unterrichtsvorbereitung und Projektunterricht" gedachten Band. Die Pflicht, könnte man resümieren, hält er für gelungen, die Kür für problematisch. So ist die historische Darstellung "faktenreich", der umfangreiche Materialteil überzeugt, die "kenntnisreiche Präsentation" der Quellen könne man, meint Walter, "gar nicht genug bewundern." Jedoch: Allzu fromm kommt dem Rezensenten das für Verständigung plädierende, aktuelle Bezüge suchende Vorwort daher - das klingt ihm nach "Evangelischem Kirchentag". Auch im Methodischen hat er Vorbehalte: mit "strukturgeschichtlichen Fragen" hat man sich kaum aufgehalten, Interesse an "kulturellen Codes" zeigen die Verfasser ebenso wenig - und das trotz des dazu einladenden Materials. Dennoch ist das Resümee eher freundlich: das Buch, meint Walter, "erfüllt seinen Zweck".
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