Gedichte von Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), ausgewählt und herausgegeben von Hans-Georg Kemper.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.04.2000
Fritz Göttler würdigt in seiner Rezension Brockes als einen faszinierenden Dichter. Trotz einer Neigung zu Pedanterie und Umständlichkeit, klängen die Gedichte, die zwischen 1721 und 1747 entstanden sind, "ziemlich modern". Sein fast 6000 Seiten umfassendes lyrisches Werk verbinde das "Sinnliche mit dem Transzendenten" und das Lokale mit dem ins Universale zielende, und das mit "Liebe zum Detail" und wissenschaftlicher Genauigkeit. Schon der Titel, "naiv und raffiniert zugleich", wie Göttler findet, sei programmatisch und weise auf einen auch zur Ironie fähigen Lyriker.
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