Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2003
Bereits von den Romantikern wurden die "barocken Wunderkammern" geplündert, fortgesetzt von den Kriegserfahrenen des frühen 20. Jahrhunderts, dann von den Sozialgeschichtlern der 70er Jahre, um schließlich heute als futuristischer Themenpark zu dienen, so der Rezensent Andreas Rosenfelder. Der Band 154 der Zeitschrift Text und Kritik stelle Teile der zeitgenössischen Barockforschung vor, angefangen von der bloßen Darstellung bis hin zur Untersuchung über das Ende des Barocks, erklärt der Rezensent. Lobend hebt er besonders Niels Werbers "spannenden" Aufsatz hervor, der am Beispiel von Philipp von Zesens Roman "Assenat" nachweise, "wie das Neue gleichsam als unbestätigtes Gerücht in die Welten der Romane und des Lesepublikums eindringt".
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