Artur Becker

Sieben Tage mit Lidia

Novelle
Cover: Sieben Tage mit Lidia
Weissbooks, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783863370657
Gebunden, 196 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Dezember 1981: Andrzej, 36jähriger Dichter aus Polen, kommt, eingeladen von seinem Freund Jacek, mit einem auf zwei Wochen befristeten Visum nach Venedig. Umgehend verzaubert ihn die Stadt, allabendlich lernt er interessante Leute kennen und taucht in die ihn anziehende Kunstszene rund um den Canale Grande ein. Am Ende der ersten Woche passiert es dann: Lidia, Jaceks Tochter, TV-Moderatorin in London, taucht auf. Von der ersten Sekunde an beeindruckt und verwirrt Lidia den Freund ihres Vaters - durch ihre Schönheit und eine für ihre Jugend ungewöhnliche Selbständigkeit. Andrzej verliebt sich hoffnungslos. Jeden Tag verbringt er nur noch mit ihr in der Stadt, in Cafés, in Hotelzimmern. Doch die Uhr tickt: Andrzejs Visum läuft unerbittlich ab. Nach sieben Tagen mit Lidia steht er vor einer schweren Entscheidung. Soll er zurück nach Polen reisen, zu Frau und Kind - nach Polen, wo seit wenigen Tagen das Kriegsrecht herrscht? Oder in Venedig bleiben und Asyl beantragen? In seiner "Republik der Liebe"?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.07.2015

In sich stimmig findet Judith von Sternburg Artur Beckers Novelle "Sieben Tage mit Lidia". Im Winter 1981 reist der polnische Dichter Andrzey nach Italien und trifft dort auf Lidia, die Tochter seines alten Freundes, fasst die Rezensentin zusammen. Es kommt wie es kommen muss, beide verlieben sich ineinander und beginnen eine siebentätige Affäre, die von der Gewissheit, dass das alles bald wieder ein Ende haben muss, begleitet wird, erzählt Sternburg. Trotz der nicht sonderlich außergewöhnlichen Handlung beeindruckt die Rezensentin die "eigentlich spröde", aber dennoch "soghaft antivirtuose" Sprache, mit der Becker die Geschichte erzählt.