Arnon Grünberg

Tirza

Roman
Cover: Tirza
Diogenes Verlag, Zürich 2008
ISBN 9783257066371
Gebunden, 573 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten. Jürgen Hofmeester, Ende fünfzig, wohlhabend, aber freigestellt, geht ganz auf in seiner Vaterrolle. Vor allem, seit seine Frau ihn verlassen hat. Tirza, so heißt sein Augenstern, die jüngere Tochter. Nach dem Abitur will sie auf Reisen nach Afrika gehen. Dann hat Hofmeester ausgedient, wird keine Rolle mehr spielen, und deshalb fällt er aus der Rolle.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2008

Rezensentin Maria Frise schätzt den 1971 geborenen Arnon Grünberg als Experten für neurotische und zerrissene Charaktere und schreibt ihm ein ausgesprochenes Händchen für die Erzeugung spannungsgeladener Geschichten zu. In diesem Roman, der eine das gesunde Maß sprengende Vaterliebe schildert, hat der niederländische Autor allerdings, wie sie findet, übertrieben. Wenn der gekündigte Verlagslektor Jörgen Hofmeester vom klammernden und überversorgenden Vater am Ende zum "Monster" wird, so ist für Frise die Grenze zur Glaubwürdigkeit überschritten. Ohne zuviel verraten zu wollen, lässt Frise noch durchblicken, dass die Entwicklung des Vaters in juristisch und medizinisch relevante Tatsachen münden wird.
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