Arnold Retzer

Lob der Vernunftehe

Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Ehe
Cover: Lob der Vernunftehe
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN 9783100629449
Gebunden, 304 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Heiraten ist wieder en vogue, immer mehr Paare schließen den Bund fürs Leben. Doch die Hälfte dieser Ehen wird wieder geschieden. Wie nur kann eine Ehe dauerhaft gelingen? Der renommierte Arzt, Psychologe und langjährige Paartherapeut Arnold Retzer ist überzeugt, dass wir die Ehe überfordern und gefährden, wenn wir uns dauerhafte Liebe, völlige Gleichberechtigung und aufregenden Sex bis ins hohe Alter von ihr erhoffen. Denn eine Ehe gelingt dann, wenn wir sie nicht mit falschen Erwartungen befrachten. In seinem Buch "Lob der Vernunftehe" räumt Arnold Retzer in provokanten Thesen mit liebgewordenen Vorstellungen auf und liefert viele Fallbeispiele aus der Praxis. Nur wenn wir die Ehe von zu großen Erwartungen und Forderungen entlasten, hat sie nicht nur als gesellschaftliches Modell Zukunft, sondern auch im Einzelfall Bestand.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009

Evelyn Roll empfiehlt den Anti-Ratgeber des Paartherapeuten Arnold Retzer, der untersuchend und beschreibend eine Bresche in den Wust aus hochgeschraubten Erwartungen, die eine Ehe mit sich bringt, schlägt. Die ordnende und aufräumende Vorgehensweise hebt das Buch nicht nur wohltuend von einfältigen Psychoratgebern ab, sondern eignet sich auch für Paarwillige in jeglichem Stadium. Neben spannenden neurowissenschaftlichen Studien bringt der Autor zwar auch in geringer Dosis paartherapeutische Fallbeispiele, als ironisierendes Gegengift hält er andererseits Vorschläge bereit, die zu einem gelungenen Zerwürfnis führen. Insgesamt handelt es sich um einen "gescheiten, facettenreichen und unterhaltsamen Text", der Vergnügen bereitet und Erkenntnis beschert, so die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2009

Rezensent Ernst Horst hat Arnold Retzers Plädoyer für mehr Realismus in der Ehe mit großer Zustimmung gelesen. Er attestiert dem Psychologen und Paartherapeuten, mit seinem Buch einen "pragmatischen Leitfaden" vorgelegt zu haben. Anhand von Beispielen aus seiner Praxis lässt der Autor für Horst überzeugend aus vielen überzogenen Vorstellungen und Illusionen über Partnerschaft und Ehe die Luft raus. Er hebt unter anderem die Einsicht hervor, dass man nicht jedes Problem lösen müsse, sondern auch mit einigen Problemen leben oder sie einfach nicht mehr als Probleme betrachten könne. "Die Taube in der Hand", formuliert Horst die Quintessenz des Buchs, "ist besser als der Paradiesvogel auf dem Dach".
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