Arnold Esch

Zwischen Antike und Mittelalter

Der Verfall des römischen Straßensystems in Mittelitalien und die Via Amerina
Cover: Zwischen Antike und Mittelalter
C.H. Beck Verlag, Müchen 2011
ISBN 9783406621437
Gebunden, 208 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Arnold Esch beschreibt in seinem neuen Buch, das auf jahrzehntelange eigene Forschungen und Wanderungen zurückgeht, den Verfall des hochentwickelten römischen Straßensystems nach dem Ende des Römischen Reiches. Er erklärt, warum einzelne Strecken schon früh außer Gebrauch gerieten, während andere überdauerten: Einsichten, die man für das Auffinden römischer Straßen im Gelände auch heute noch nutzen kann. Ein Buch über die Freuden und Mühen historischer Erkenntnis in freier Landschaft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.09.2011

Ins Schwärmen gerät Gustav Seibt angesichts Arnold Eschs Erkundungen des Nachlebens antiker Straßen im Mittelalter. Der Autor bietet in seinem schmalen, aber mit vielen Abbildungen versehenen Buch nicht nur eine fast "überwältigende" Informationsfülle zum Römischen Straßenwesen und seinem Verfall nach dem Niedergang des Römischen Reiches, so Seibt beeindruckt. Er ist auch die Via Amerina zwischen Rom und Perugia zusammen mit seiner Frau abgegangen und zeichnet hier sehr anschaulich die weitere Entwicklung der Straße im Mittelalter nach mit ihren Abnutzungserscheinungen und Fremdverwertungen. Für den begeisterten Seibt bestes Beispiel für die "Nahsicht der Augenzeugenschaft", die ein wichtiges Kapitel der Geschichte in einem greifbaren Ort plastisch werden lässt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2011

Zwei Bücher in einem hat der Rezensent zu empfehlen, aber auch festes Schuhwerk! Dass der Autor Archäologe und Historiker ist, merkt Uwe Walter rasch, und fotografieren kann er auch. So ensteht vor Walters Augen ein Buch über die römische Straße zwischen Antike und Mittelalter, das er wegen seiner souveränen Gelehrsamkeit, aber auch aufgrund seines Verständnisses für lebensweltliche Zusammenhänge schätzt und das er historiografisch betrachtet schon für ein kleines Wunder hält. Seiner Meinung nach gelingt der integrale Blick auf die Prozesse der Umgestaltung an den römischen Straßen, die Darstellung eines Kontinuums des Lebens. Weil dafür sowohl Karten und Urkunden als auch das Gelände vor Ort sehr aufmerksam erkundet wird, wird der Rezensent sogar zum Wanderer auf rutschigen Basaltbrocken.

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