1187: Aus dem Heiligen Land dringt die Kunde von der dramatischen Niederlage der Kreuzfahrerstaaten gegen Saladin. Jerusalem, das Zentrum der Christenheit, in der Hand der Feinde des Glaubens - Papst Gregor VIII. ruft umgehend zum Kreuzzug auf. Auch Kaiser Friedrich Barbarossa nimmt das Kreuz und bereitet einen großen Zug vor. Er bricht 1189 von Regensburg auf, durchquert Ungarn, das byzantinische Reich mit seinen verschiedenen Völkern vom Balkan bis nach Kleinasien und das türkische Seldschukenreich unter großen Strapazen. Aber das Schlimmste steht dem Heer noch bevor: In Kleinarmenien angelangt, verliert es seinen Anführer - Barbarossa ertrinkt 1190 in einem Gebirgsbach zweieinhalbtausend Marschkilometer jenseits der Grenzen des Reichs.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2003
Uwe Schildmeier kann diesen erstmals ins Deutsche übersetzen Bericht über den dritten Kreuzzug Friedrich Barbarossas gar nicht genug loben. Zunächst erscheint es dem Rezensenten gerade in unserer Zeit, in der islamistische Bewegungen an Bedeutung gewinnen, "lohnend, ja spannend", Schilderungen von einem Anhänger und Augenzeugen des Kreuzzuges zu lesen. Da der Autor offensichtlich zum engeren Kreis des Kaisers gehörte, war er über die Hintergründe und Geschehnisse außerordentlich gut informiert, so Schildmeier beeindruckt. Das Buch verdanke seinen besonderen "Reiz" aber auch der "unaufdringlichen Kompetenz" des Herausgebers. Der Rezensent preist ihn für seine "geglückte Übersetzung" und seine "anschauliche Einleitung", und er findet es besonders gelungen, dass Brühler zusätzlich Illustrationen, Kommentare und Dokumente anbietet. Daraus entsteht ein "Bild von überraschender Plastizität", schwärmt Schildmeier, den dies besonders beeindruckt, weil der Band lediglich 200 Seiten umfasst.
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