Arne Semsrott
Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück
Eine Anleitung für die demokratische Offensive
Klappentext
Die rechtskonservative Wende ist Realität geworden - und das ganz ohne die AfD: ein hartes Grenzregime, die Herabwürdigung der sozial Schwächeren, ein Ende des Klimaschutzes und eine Politik der Angst. Arne Semsrott fordert: Gerade jetzt gilt es, wieder in die Offensive zu kommen und Widerstand zu leisten, damit unsere Demokratie offen, vielfältig und lebenswert bleibt und sich nicht von Pessimismus und Verlustängsten treiben lässt. Dieses Buch zeigt, dass jede*r aktiv werden kann, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen: Wir erfahren, was Gesundheitsstreiks bewirken, welche Verantwortung der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat und wie die kollektive Anstrengung von Bürgerräten, Jugendorganisationen, Flüchtlingsräten und zivilgesellschaftlichen Organisationen den Funken für einen progressiven Wandel entzünden kann. Ein Plädoyer für eine politische Vision voller Optimismus, Vielfalt und Tatkraft.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.07.2026
Rezensentin Katrin Albrecht liest das Buch des Aktivisten Arne Semsrott mit gemischten Gefühlen. Einerseits findet sie Semsrotts Kritik am Umgang mit der AfD nachvollziehbar, andererseits scheint sie an Semsrotts Vorstellung, der Rechtsruck finde nur in der Parteipolitik statt, Zweifel zu hegen. Die Beispiele für funktionierendes gesellschaftliches Engagement, die der Autor bringt, überzeugen Albrecht wiederum. Eine starke Zivilgesellschaft erkennt der Autor bei Bewegungen wie Fridays for Future oder Black Lives Matter, aber auch bei NGOs wie Pro Asyl oder Sea Watch, so Albrecht. Dass sich Semsrotts Darstellung mit ihren Seitenhieben gegen Reiche oder den Kanzler mitunter weniger wie ein Aufruf zu sozialem Engagement sondern wie ein "linkes Thesenpapier" liest, irritiert Albrecht allerdings. Für wen das Buch gedacht ist, erschließt sich der Rezensentin nicht vollständig.
Buch in der Debatte
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