Der Begriff "Neue Rechte" bezeichnet einen intellektuellen Rechtsextremismus. Seine Akteure verstehen sich als ideologische Wegbereiter eines gesellschaftlichen Rechtsrucks, der autoritär-nationalistische Vorstellungen in reale Politik umsetzen will. Der Extremismus-Experte Armin Pfahl-Traughber zeigt, wie die Neue Rechte systematisch demokratische Auffassungen delegitimiert, um die geistigen Voraussetzungen für einen politischen Wechsel herbeizuführen. Er analysiert ihr Gefahrenpotenzial, geistige Vorbilder, ideologische Grundpositionen, einschlägige Publikationsorgane, Netzwerke und Strategien.
Rezensent Micha Brumlik stellt fest, dass im Buch des Rechtsextremismusexperten Armin Pfahl-Traughber nicht eine rechtsintellektuelle Frau vorkommt. Dabei gibt es sie, weiß Brumlik. Wenn der Autor sich begrifflich und historisch (über Weimar und das Frankreich der 1970er) dem Phänomen Rechtsintellektualismus nähert und schließlich bei Kubitschek und der Neuen Rechten in Deutschland landet, wird Brumlik aber dennoch gründlich informiert. Pfahl-Traughbers Feststellung, wonach es der neue Rechtsintellektualismus kaum zu einer tragfähigen Theorie bringt, beruhigt Brumlik nicht, ein bisschen froh stimmt es ihn aber schon.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.07.2022
Rezensent Tanjev Schultz empfiehlt das Buch des Politikwissenschaftlers Armin Pfahl-Traughber als nüchterne Analyse und Aufklärung in Sachen Neue Rechte. Wer den konservativen Kern der Bewegung verstehen möchte und warum die Neuen Rechten keine Intellektuellen, sondern rechtsextreme "Schwurbler" sind, lese hier nach, so Schultz. Pfahl-Traughbers Ratschlag einer sachlichen Ideologiekritik, aber auch von Satire im Umgang mit ihnen findet Schultz nicht übel.
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