Eines Abends besucht das Nachtkind die Katze. Die freut sich sehr, denn sie hat Angst allein in der Dunkelheit. So wird der Besuch eine lieb gewonnene Gewohnheit, bis das Nachtkind entdeckt wird. Woher kommt es, und was will es hier? Erschrocken läuft es davon. Trotzdem finden die beiden wieder zueinander, gemeinsam ist es einfach schöner.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.09.2024
Manche Beziehungen beruhen nicht auf sprachlicher Verständigung - mitunter sogar im Gegenteil, sie werden entzaubert durch die Profanität der Worte, glaubt Rezensent Michael Schmidt. Von solch einer Beziehung erzählt dieses wunderbar zurückhaltende Bilderbuch "Das Nachtkind". Ein Kind und eine Katze teilen ein existenzielles Gefühl von Einsamkeit, sie finden zueinander, schenken einander Geborgenheit, immer bei Nacht. Was die Figuren tagsüber tun, spielt kaum eine Rolle, überhaupt erzählt Kastner nur gerade so viel, wie nötig ist, so wenig wie möglich ist, um den Leserinnen und Lesern viel Raum für eigene Imaginationen zu lassen. Dieser Minimalismus ergänzt sich gut mit den stimmungsvollen Illustrationen, findet der berührte Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2024
Ein anrührendes Buch über Einsamkeit, aber auch über sehnsüchtiges Hoffen haben Armin Kaster und Sabine Rufener zusammen geschaffen, lobt Rezensentin Mina Marschall. Kaster erzählt in knappen Worten die Geschichte der Freundschaft eines Kindes und einer Katze, die sich stets in der Nacht entfaltet. Rufener illustriert diese Erzählung mit eindrücklichen Bildern, so Marschall, die Grobes und Feines geschickt verbinden und eine vielseitige, emotional intensive Nachtwelt erschaffen. Irgendwann, lernen wir, wird dem Jungen verboten, das Haus der Katze aufzusuchen, bald darauf dreht sich die Konstellation um und das Tier sucht ihn auf, damit sich die beiden beim Einschlafen helfen können. Insgesamt eine tolle Geschichte über Liebe, resümiert die hingerissene Rezensentin.
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