Herausgegeben, kommentiert und aus dem Altgriechischen von Dorothea Frede. Kein Text aus der Antike hat in den letzten Jahrzehnten weltweit so viel Aufmerksamkeit erfahren wie die Nikomachische Ethik. Dieser Entwicklung sucht die neue Übersetzung durch Textnähe und Verständlichkeit Rechnung zu tragen, die dieses Werk nicht allein Fachleuten zugänglich macht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.06.2020
Rezensent Thomas Meyer ist schwer beeindruckt von der von Dorothea Frede herausgebenen, übersetzten und kommentierten Edition von Aristoteles' Werk. So frisch wie Frede ihn übersetzt, ohne die zeitgenössische Begrifflichkeit oder die schwerfälligen Konstruktionen älterer Übersetzungen, geht Meyer die Aktualität des Textes auf, seine Anwendbarkeit auf die "neueste Unübersichtlichkeit". Fredes Kommentar "auf der Höhe der Forschung" befreit Aristoteles außerdem von allerhand Ballast, meint Meyer, sodass der antike Text Denkräume öffnet. Fredes "Sensibilität für das Gesamtgefüge" hilft dem Rezensenten auch durch die ein oder andere Unübersichtlichkeit bei Aristoteles, macht "Nebenstimmen" hörbar, vor allem im 5. Buch.
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