Klappentext
In Ronjas Leben herrscht das Vollchaos, nachdem sie erfahren hat, dass sich ausgerechnet ihre überkorrekten Eltern trennen wollen. Außerdem soll ihre Klasse mal wieder das Theaterstück von "Hänsel & Gretel" aufführen, und dann kommt auch noch ein neuer Mitschüler namens Anders in die Klasse, der im Rollstuhl sitzt. Ronja hat gerade überhaupt keinen Nerv dafür, mit Anders besonders feinfühlig oder "korrekt" umzugehen und sich für ihn ein Bein auszureißen wie alle anderen in der Klasse, inklusive der Lehrerin. Aber genau das mag Anders an ihr. Ronja wiederum braucht dringend jemanden an ihrer Seite, um den neuen Freund ihrer Mutter samt obernerviger Kinder zu überstehen. Und da scheint Anders genau der Richtige zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2024
Rezensent Fritz Göttler liest mit Vergnügen, wie Ariane Grundies in "Als Anders in mein Leben rollte" die Normalität in Frage stellt. Ja, was heißt das eigentlich: "normal", fragt Grundies, und wie gehen wir mit all dem um, was uns unvertraut und neu erscheint - ein neuer Klassenkamerad zum Beispiel, der die meiste Zeit im Rollstuhl sitzen muss wegen einer Knochenkrankheit? Oder auch die Trennung der Eltern, die neue Familie der Mutter, der aufgeteilte Alltag? Grundies erzählt lebensnah, spannend und mit viel Witz, was Regina Kehn in wunderbar komprimierte, ironische Illustrationen fasst, so Göttler: Von Anders und seiner neuen Klasse, von den unbeholfenen Versuchen, seine Behinderung einfach zu ignorieren, von der Frage, ob Anders einem leidtun sollte, und ob er das will, aber auch von seiner unverhofften Freundschaft mit Ronja, deren Eltern sich gerade trennen. Eine wunderbare ganz normale Geschichte also über ganz normale Menschen, mit einem Ende, das zur Freude des Rezensenten offen bleiben darf.