Das Zeitalter des Alpenüberquerers und Feldherren Hannibal ist lange vorbei, der mächtige Stadtstaat Karthago steuert auf seinen Untergang zu. Der Dritte Punische Krieg tobt, die römischen Legionen unter Konsul Scipio stehen seit drei Jahren vor den Stadtmauern Karthagos und hungern die Bevölkerung aus. In diesen unsicheren Zeiten wird das Land von zwei ruchlosen Halunken noch unsicherer gemacht: Herodamus dem Gallier und Berkan dem Numiden. Den zwei Wegelagerern fällt nach einem Überfall auf eine Karawane aus Utica die bildhübsche und gerissene Tara in die Hände. Sie schlägt ihnen ein gefährliches, aber lukratives Geschäft vor. Während die Stadt Karthago kurz vor dem Fall steht, bersten die Schatzkammern der punischen Tempel immer noch über vor Gold. Tara ist im Auftrag der Diebesgilde auf dem Weg dorthin, um den Schatz der Hohepriester zu rauben. Herodamus und Berkan werden kurzerhand für den Jahrhundertcoup rekrutiert und finden sich plötzlich zwischen allen Fronten wieder.
Matthias Heine liest den Comic von Apollo und Hervé Tanquerelle mit Angst und Schrecken. Martialisch scheint ihm die in Nordafrika spielende Geschichte aus dem dritten punischen Krieg in vielerlei Hinsicht, grausam und drastisch ins Bild gesetzt, genau wie schon in Flauberts "Salambo", in dessen Tradition der Rezensent den Band sieht. Dass die Autoren die dunklen Seiten der punischen Zivilisation nicht verschweigen, hält Heine allerdings für einen Gewinn.
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