Durch die Forschungsrenaissance von LSD neugierig geworden, fängt Anuschka Roshani an, zu recherchieren: Sie erfährt, wie vielversprechend es heute als Medikament etwa bei Depressionen und Angststörungen erscheint - aber auch, warum es über ein halbes Jahrhundert als Teufelszeug verbannt wurde. Und dann ist plötzlich die Gelegenheit da für einen radikalen Selbstversuch: Als Probandin kann sie unter ärztlicher Aufsicht mehrere Trips machen. So naiv wie kühn stürzt sie sich ins große Ich-Abenteuer. Seitdem ist nichts mehr, wie es war: eine Menge euphorische Gelassenheit.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.02.2023
Sarah Elsing geht mit der Journalistin Anuschka Roshani auf LSD-Erkundungstour. Zunächst, indem sie die Geschichte des LSD, von Roshani in routiniertem Reportageton vorgetragen, nachvollzieht, dann, indem sie Roshani bei ihren praktischen Erfahrungen mit der Droge über die Schulter schaut. Was Elsing da sieht, scheint ihr zu gefallen: Das Ich als atmender Baum, das kosmische Fließen, wie es die Doors besingen. Vor allem aber freut es Elsing, dass Roshani den richtigen Ton trifft, auch für den Rausch: literarisch, ja poetisch.
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